Um bei Rangierloks den Kraftstoffverbrauch beim Rangieren zu reduzieren, setzt die Deutsche Bahn auf moderne Hybridtechnologie. Die Loks verfügen neben einem Dieselmotor auch über eine Batterie. Bei geringerer Last können sie daher mit Strom aus der Batterie betrieben werden. Wird mehr Leistung benötigt, unterstützt der Dieselmotor, der zugleich als Stromgenerator zum Nachladen der Batterie dient. Vor allem im Rangierbetrieb mit häufigem Anfahren und Anhalten ist der hybride Antrieb von Vorteil. Dort kann der Batterieantrieb genutzt werden, während der Dieselmotor nur bei höherem Energiebedarf zum Einsatz kommt.
H3-Hybridrangierlok im Einsatz
Die ersten Hybridlokomotiven des Typs „Prima-H3“ von Alstom sind bei DB Regio Bayern in Nürnberg und München im Einsatz. Auch in der Flotte von DB Fernverkehr unterstützen Prima-H3-Rangier-Loks an den Werksstandorten Basel und Berlin-Rummelsburg im Rangierverkehr. Die H3-Hybridloks verbrauchen im Vergleich zu konventionellen rein dieselbetriebenen Rangierlokomotiven im Praxiseinsatz nur rund die Hälfte an Kraftstoff. Darüber hinaus entfallen die Betriebsgeräusche des Dieselaggregats, wenn die Lok im Batteriemodus läuft.
Güter nachhaltig rangieren
Auch die Rangierflotte von DB Cargo wird moderner und klimafreundlicher: Dafür sorgen die neuen Hybrid-Loks von Vossloh Locomotives und Toshiba. Beide Loktypen sind mit einem leistungsfähigen, neuartigen Batteriesystem ausgestattet, bei dem die Batterien auch extern mit Ökostrom geladen werden können. So ist klimafreundliches Rangieren auch bei Schwerlasten und niedrigen Geschwindigkeiten kein Problem mehr. Im ersten Schritt beabsichtigt DB Cargo den Einsatz von 150 klimafreundlichen Hybrid-Rangierlokomotiven. Die ersten Fahrzeuge sollen ab 2027 im Einsatz sein.