Große Maschinen im Anmarsch: DB vergibt Aufträge für Stammstrecken-Bau im Osten

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03. April 2025, 08:15 Uhr
München

Artikel: Große Maschinen im Anmarsch: DB vergibt Aufträge für Stammstrecken-Bau im Osten

Vergabe der ersten Hauptbaumaßnahmen für Ostabschnitt der 2. Stammstrecke • Hochtief und Implenia bauen neue Tiefstation am Ostbahnhof, Verkehrstunnel und Rettungsschächte • Baubeginn diesen Sommer

Die Deutsche Bahn (DB) hat die Aufträge für den Bau der ersten Hauptbaumaßnahmen im Ostabschnitt der 2. Stammstrecke vergeben. Der Auftrag für die unterirdischen Rohbauten geht an eine Bietergemeinschaft der Unternehmen Hochtief Infrastructure und der Implenia AG. Zu den zentralen Bauleistungen gehören die Errichtung der neuen Tiefstation am Ostbahnhof, der Bau zweier Verkehrstunnel, eines Erkundungs- und Rettungstunnels sowie zweier Rettungsschächte. Der Bauauftrag hat ein Volumen im hohen dreistelligen Millionenbereich. Hinzu kommt der Auftrag für die Bauüberwachung. Diese übernimmt eine Ingenieurgemeinschaft der Firmen Sweco GmbH, Vössing Ingenieurgesellschaft mbH, Inros Lackner SE, Bernd Gebauer Ingenieur GmbH sowie der österreichischen IGT Geotechnik und der Tunnelbau Ziviltechniker Gesellschaft. Der Baubeginn ist für Sommer 2025 geplant. Zu Spitzenzeiten werden im Ostabschnitt mehr als 500 Menschen für das Großprojekt 2. Stammstrecke im Einsatz sein.

„Die 2. Stammstrecke erreicht eine neue Phase. Wir können nun endlich im gesamten Innenstadtbereich bauen. Im Osten werden sich drei große Tunnelbohrmaschinen wie gigantische Maulwürfe durch das Erdreich graben und so die Grundlage für einen besseren ÖPNV schaffen. Zudem setzen wir mit dem Bau der 2. Stammstrecke einen positiven wirtschaftlichen Impuls für München", sagt Gesamtprojektleiter Kai Kruschinski-Wüst. „Wir freuen uns, mit Hochtief und Implenia zwei schlagkräftige Partner mit viel Erfahrung im innerstädtischen Bau vertraglich gebunden zu haben. Dass wir die Aufträge trotz der angespannten Lage im Bausektor termingerecht vergeben konnten, spricht auch für die Bedeutung der 2. Stammstrecke für die gesamte Metropolregion."

Teil des Projekts im Ostabschnitt ist der Einsatz von drei Tunnelbohrmaschinen mit einem Durchmesser von bis zu 8,70 Metern, die sich ab 2027 auf einer Strecke von rund 2,9 Kilometern durch den Untergrund graben werden – auch unter der Isar hindurch. Eine spezielle Stützflüssigkeit stabilisiert den Boden, minimiert dadurch Oberflächensetzungen und trägt gleichzeitig das abgebaute Material ab. Der reine Tunnelvortrieb im Ostabschnitt wird voraussichtlich zwei Jahre dauern.

Technisch herausfordernd sind besonders die Arbeiten an den Rettungsschächten. Der Rettungsschacht 7 liegt zum Beispiel 40 Meter unter Tage und wird auch ein Abzweigbauwerk beinhalten, dass eine spätere Erweiterung der 2. Stammstrecke um einen Südast ermöglicht. Dieses Abzweigbauwerk hat einen Ausbruchsquerschnitt mit einer Fläche von 270 Quadratmetern – das ist so groß wie ein Tennisfeld.

Mit dem Großprojekt 2. Stammstrecke München wollen DB, Stadt, Freistaat und der Bund das S-Bahnsystem in München leistungsstärker, zuverlässiger und attraktiver machen und mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene verlagern. Dafür wird eine zweite S-Bahn-Stammstrecke auf rund zehn Kilometern und in bis zu 48 Metern Tiefe zwischen Laim und Leuchtenbergring gebaut. Zudem baut die DB fünf Bahnhöfe neu oder um, sorgt für eine bessere Flughafenanbindung, die Stärkung der S-Bahn-Außenäste, die Einführung neuer Regional-S-Bahnlinien oder ein neues Stellwerk am Ostbahnhof. Die DB wird das Projekt nach derzeitiger Planung zwischen 2035 und 2037 fertig stellen.